Der Goldene Kompass

Dieses Mal soll es um den Goldenen Kompass von Philpp Pullman gehen. 


Das Buch hatte ich damals von einer Freundin meiner Mutter geschenkt bekommen. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade nichts mehr zu lesen hatte, kam mir das natürlich gerade recht. Und ich habe das Buch in etwa zwei Tagen verschlungen. Und dann gleich nochmal gelesen, weil es mir so gut gefallen hatte. Ich konnte es kaum erwarten die nächsten Teile zu lesen. Da ich leider nicht so viel Taschengeld bekam, musste ich auf meinen Geburtstag und Weihnachten warten bis ich die Reihe endlich zu Ende lesen konnte.

In den letzten 16 Jahren habe ich diese Trilogie um die 7mal gelesen. Und bei keinem Mal war es langweilig. Am Stärksten geprägt hat mich jedoch der erste Teil, der meiner Meinung nach auch der Beste ist. Ich war mit meiner damals aufblühenden Fantasie sofort gefangen von der Idee einen Daemon zu besitzen. Nicht selten hatte ich mir damals ausgemalt selbst einen zu haben und welche Gestalt er wohl am Liebsten annehmen und für welche Erscheinung er sich am Ende wohl entscheiden würde. Bis heute bin ich mir ziemlich sicher, dass er zum Schluss eine dicke, getigerte Katze bleiben würde.

Die Gesamtidee dieser Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen und damals konnte ich mich in vielerlei Hinsicht mit der Hauptprotagonistin Lyra identifizieren. Ich verstand ihre Handlungen und habe mit ihr geschimpft, gelacht, geweint und gelitten. Schlichtweg großartig. In der 6. Klasse sollten wir unser Lieblingsbuch vorstellen und eine Stelle daraus vor der gesamten Klasse vorlesen. Natürlich entschied ich mich damals für den Goldenen Kompass und platzte vor Stolz, dass ich durch meine Auswahl des Buches und dem Vortrag eine gute Note abstauben konnte.

Im Laufe meiner Buchsammelleidenschaft habe ich mich schon von vielen Büchern getrennt. Dieses Buch allerdings wird mein Bücherregal bis zum Ende nicht verlassen. Immer wieder fahre ich gerne über den überaus zerlesenen Buchrücken und zieh es einfach aus dem Regal um es durchzublättern. Philipp Pullman hat mich mit diesem Buch mehr als begeistert und umso mehr freue ich mich bald die Vorgeschichte „Über den wilden Fluss“ lesen zu können. Ich hoffe damit kann er mich genauso begeistern wie er es mit dem Goldenen Kompass getan hat.

Anmerken sollte ich noch, dass ich von dem Film zum Buch leider sehr enttäuscht war. Von der Besetzung her zwar sehr hochkarätig aber die Umsetzung des Ganzen fand ich leider nicht überzeugend. Ich bin jemand, der in 95 % der Fälle das Buch wesentlich besser findet als der Film. Denn nichts geht über die eigenen Vorstellungen die man von den Charakteren im Kopf entwickelt. Filme können der vielfältigen Fantasie der Leser einfach nicht gerecht werden. Und dieser wurde es meiner Meinung nach definitiv nicht.


Dieses Buch ist ein besonderer Schatz, dass sich tief in mein Herz gegraben hat. Jeder Fantasyfan der dieses wundervolle Buch und die Trilogie darum noch nicht kennt, der sollte sie lesen. Einfach wundervoll! 

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