Rezension zu Kristin Harmel „Das letzte Licht des Tages“

Droemer, 370 Seiten, 14,99 €

(Werbung/Rezensionsexemplar über lovelybooks.de)

Frankreich zu Zeiten des 2. Weltkrieges. Die Deutschen nehmen immer mehr Teile des Landes ein. Auf einem Weingut verbindet sich das Schicksal dreier mutiger Menschen und erzählt eine tragische Familiengeschichte die ihre Wellen bis in die heutige Zeit schlägt. Die junge Liv ist zusammen mit ihrer eigenwilligen Großmutter unterwegs und kommt langsam hinter die Geheimnisse und Tragödien die sich damals abgespielt haben und wie sehr ihr eigenes Schicksal damit zusammenhängt.

Der Schreibstil von Kristin Harmel lädt direkt ein in die Geschichte abzutauchen. Ich war begeistert von der Atmosphäre die sie durch ihre Worte geschaffen hat. Die Weinberge die sie beschreibt und den Flair Frankreichs haben mich regelrecht aufgesogen. Das dazugehörige Setting des 2. Weltkrieges und die Grausamkeit der Deutschen damals haben mir mehrmalig eine Gänsehaut beschert. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was die Erzählung vielschichtiger macht und die Gefühle und Gedanken der Protagonistinnen deutlich hervorbringt. Inès und Celiné erzählen aus der Zeit des 2. Weltkrieges und Liv aus der heutigen Perspektive. Anfangs ist es mir schwer gefallen direkt Sympathien für die Frauen entgegen zu bringen, doch im Lauf der Geschichte habe ich sie für ihren Mut bewundert. Nicht immer treffen hier die Charaktere die richtige Entscheidung, doch immer sind diese greifbar und nachvollziehbar von der Autorin dargestellt. Das gibt dem Roman eine gewisse Tiefe und Tragik die mich voll und ganz abgeholt hat. Von Anfang an herrscht eine gewisse Spannung vor die, die kompletten 370 Seiten nicht abreißt. Ich bin von Seite zu Seite geflogen und habe mitgelitten, gehofft und geweint. Immer wieder ist mir ein Schauder über den Rücken gelaufen, wenn es um die Grausamkeiten des Naziregimes ging und mein Respekt vor denen die sich zu Wehr gesetzt haben ist noch viel mehr gestiegen. Das Ende hat mich etwas bedrückt zurückgelassen und mir doch ein kleines Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Kristin Harmel hat eine wunderbar ergreifende und zugleich tragische Geschichte geschaffen die mich in ihren Bann gezogen hat. Das geschichtliche Setting hat bei mir direkt ins Schwarze getroffen. Charaktere und Spannung konnten mich ebenso überzeugen, deshalb gibt es für dieses wundervolle Buch 5 von 5 Sternen.

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