Rezension zu Olivia MOnti „Sterbewohl“

Selfpublishing, 220 Seiten, 9,99 €

(Werbung/Rezensionsexemplar)

Juhu ein neuer Kriminalroman von Olivia Monti. Nachdem die Autorin mich mit „Das Haus“ bereits begeistern konnte, war ich umso gespannter auf ihr neustes Werk.

Wir befinden uns in Deutschland, das System ist aus den Fugen geraten und die politischen Verhältnisse lassen einen an dunkle Zeiten zurückdenken. In diesem Deutschland werden alte Menschen ab 65 Jahren dazu eingeladen, an so genannten Sterbeseminaren teilzunehmen um durch die Einnahme von „Sterbewohl“ freiwillig die Gesellschaft zu entlasten. Jedoch gibt es Gerüchte, dass keiner jemals von so einem Seminar wieder zurückgekommen ist. Eine Gruppe von vier rüstigen, alten und liebenswürdigen Menschen, Anna, Fred, Max und Nadja, bekommt ebenfalls eine Einladung. Diese wollen der Sache auf den Grund gehen und starten so in ihr ganz eigenes Abenteuer.

Wie immer ist die Sprache kurz, nüchtern und schnörkellos und passt wie die Faust aufs Auge auf einen solchen Kriminalroman. Die Umstände in der sich unsere Protagonisten in der Gesellschaft wiederfinden, hat mich schlucken lassen. Den so unrealistisch ist dieses konstruierte Zukunftsszenario nicht. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und wurde durch die kurzen, knappen Abschnitte und Kapitel noch gesteigert. Ich bin sehr gut durch die Seiten gekommen und wollte mit jeder Zeile mehr wissen, was genau da eigentlich vor sich geht. Dass es nicht mit rechten Dingen zugeht ist unserer Ich-Erzählerin Nadja von Anfang an klar. Die Charaktere sind wie der Schreibstil sehr geradlinig und schnörkellos, dennoch hat man das Gefühl als wären es die eigenen Nachbarn von denen hier erzählt wird. Jeder Protagonist trägt seinen Anteil zur Geschichte bei und bekommt seinen persönlichen Raum. Mysteriöse Umstände reihen sich aufeinander, zwischendurch mit kleinen Schmunzel- und Herzerwämmomenten. Die Auflösung des Ganzen hat mir erneut eine Gänsehaut beschert. Mit nüchterner Grausamkeit werden die Umstände ans Licht gebracht und der Leser wird in keinerlei Weise verschont. Und das ist gut so. Denn es regt zum Nachdenken über unser System und unsere Gesellschaft an.

All das oben genannte, mach diesen Kriminalroman mal wieder zu einem gelungenen Werk von Olivia Monti. Deshalb gibt es auch hier wieder 5 von 5 Sternen und ich freue mich schon darauf was sie uns als nächstes zu erzählen hat.

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