Rezension zu Karen Swan „Winterwundertage“

Goldmann, 600 Seiten, 10 €

(Unbezahlte Werbung/Eigenkauf)

Meine Meinung:

Es ist fast schon Tradition, dass ich rund um die Weihnachtsfeiertage einen Roman von Karen Swan lese. Meine Wahl fiel dieses Mal auf „Winterwundertage“. Hierbei begleiten wir Alex, eine junge erfolgreiche Karrierefrau auf ihrem Auftrag ins verschneite Schottland. Ihr Klient, der Geschäftsführer einer großen Whiskeydestillerie, stellt in diesem Fall eine besonders harte Nuss dar und stellt sie vor die ein oder andere Herausforderung. Doch Alex gibt nicht auf und schon bald sprühen die Funken.

Die Autorin entführt uns hier mal wieder in eine wundervolle Winterwelt im Herzen Schottlands. Und konnte durch ihre bildreiche Sprache direkt eine absolute Wohlfühlatmosphäre schaffen. Ich habe mich direkt in das Setting eingefunden und konnte mich auch sehr gut mit den Charakteren arrangieren. Der Charme Schottlands ging mir direkt ans Herz und ich bin nun einmal mehr bestätigt, dieses wunderbare Land bald wieder zu besuchen. Alex als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, da es – nicht wie in vielen Liebesromanen üblich, das Mauerblümchen ist das die große Liebe findet, sondern sie eine sehr selbstbewusste starke Frau ist die weiß was sie will. Die Autorin zeichnet sie sehr authentisch mit kleineren Macken und Schwächen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Nebencharaktere waren unglaublich sympathisch, allerdings gab es auch gut gezeichnete Antagonisten die mir ebenfalls sehr gut gefallen haben. Immer wieder streut die Autorin Szenen aus der Vergangenheit ein, die langsam auch in der Gegenwart Sinn ergeben. Das war ein schöner Aspekt der die Geschichte noch ein wenig aufgelockert hat. Setting, Schreibstil, Charaktere haben alles wunderbar gepasst. Hätte sich die Story am Anfang nur nicht so gezogen. Man wartet vergebens auf die ersten Funken, das erste Glühen und muss jedoch knapp 300 Seiten warten, bis endlich erste zaghafte Schritte gemacht werden. Natürlich der männliche Hauptprotagonist Lochlan ist kein leicht zu knackender Traumprinz, dennoch hätte ich mir von vornerein ein bisschen mehr Tempo für den Verlauf der Geschichte gewünscht. Es gibt Höhen und Tiefen, Eifersucht und Missverständnisse, dennoch wie gesagt in den ersten 300 Seiten ohne die erhoffte Prise Pfeffer. Das Ende konnte dann noch mal einiges wett machen und einiges an Spannung wiedergut machen.

Insgesamt ein schöner winterlicher, Wohlfühlroman der mein Herz allerdings nicht ganz zum Schmelzen gebracht hat. Deswegen solide 4 von 5 Sternen.

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